Espenhain: Anlage geplant für Quecksilber

Es gehe bei dem Antrag im Grunde um die Möglichkeit der Endlagerung, erklärte der promovierte Chemiker Christian Schubert aus Pötzschau im Ausschuss, dem er als berufener Bürger angehört. Dies sei sehr wichtig, weil heute sehr viel Quecksilber anfalle, unter anderem bei der Erdgasförderung. Dem Unternehmen GMR bescheinigte Schubert Erfahrung im Umgang mit giftigen Metallen.

In der Anlage, die in einer schon vorhandenen Halle errichtet werden soll, wird giftiges metallisches Quecksilber unter Zugabe von Schwefel zu deponierfähigem Quecksilbersulfid gewandelt. Die für das Vorhaben erforderliche Umweltverträglichkeitsstudie komme nach Darstellung der Stadtverwaltung zu dem Schluss, dass keine schädlichen Umwelteinwirkungen oder sonstige Gefahren heraufbeschworen werden.

Schubert wies allerdings auf einen möglichen Störfall hin. Schwefel, sagte er könnte bei einer Havarie in Brand geraten. Seine Vermutung, dass die Röthaer Feuerwehren damit nicht umgehen könnten, bestätigte Stadtratsmitglied Heiko Anger von der Espenhainer Feuerwehr. „Nicht vom Ausbildungsstand her, aber wir sind dafür nicht ausgerüstet“, sagte Anger. Es gehe dabei unter anderem um sehr teure Schutzanzüge.

Dieser Hinweis wurde in die ansonsten zustimmende Stellungnahme der Stadt aufgenommen.  LVZ v. 13.05.2017

Veröffentlicht am 16.05.2017

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