Stausee Rötha wird von 3000 Kubikmetern Schlamm befreit

Entschlammung

Wie schon vor einem Jahr wird dem Schlamm zu Leibe gerückt, der sich über Jahrzehnte im See gebildet hat und über dem teilweise nur noch ein Meter Wasser steht. Im vorigen Herbst hatte eine holländische Firma rund 2000 Kubikmeter der schwarzen Masse aus dem See geholt, diesmal gewann das Unternehmen Vebiro Gewässersanierung aus Könnern in Sachsen-Anhalt die Ausschreibung.

Es handelt sich um eine Fortsetzung der im vorigen Jahr begonnenen Entschlammung, bei der in diesem Jahr noch einmal rund 3000 Kubikmeter aus dem See geholt werden sollen. Ein Amphibienfahrzeug namens Truxor befährt dazu vom Einlauf am Südostende bis zum Auslass im Norden bis zu 35 Meter breite Streifen vom Ufer aus gesehen. Der Schlamm wird in bis zu zwei Metern Tiefe gelockert, angesaugt und mittels Pumpe über eine Schlauch- und Rohrleitung zum Verarbeitungsplatz unterhalb der einstigen Obstweinschänke gefördert. Dort werden zunächst Laub, Steine und Stöcke herausgesiebt, dann wird der Schlamm gepresst und dadurch getrocknet. Das Wasser gelangt zurück in den See, der gepresste Schlamm wird in Containern zur Deponie Cröbern gebracht.

Die Anlagen laufen derzeit in zwei Schichten rund um die Uhr, was unter anderem den Grund hat, fertig zu werden, ehe frostige Temperaturen den Arbeiten ein Ende setzen. Planmäßig soll Truxor noch bis Ende des Jahres über den See schippern. Diese zweite Entschlammungsaktion werde laut Christian Sixtus von der Landestalsperrenverwaltung für die nächsten Jahre die letzte sein.

Der Stausee Rötha wurde zwischen 1938 und 1942 angelegt und erstreckt sich über rund 70 Hektar. Bis 2016 war er noch nie in ähnlichem Ausmaß wie jetzt von Schlamm befreit worden.

Erneuerung Ablaufgraben

Verantwortlich für die Sperrung des Rundweges ist nicht die Entschlammung des Sees. Dafür sind vielmehr die Baustellen auf der Nordhälfte verantwortlich. Da wo das Wasser aus dem Stausee über einen gesteuerten Grundablass in die kleine Pleiße abfließt, wird der etwa 40 Meter lange Überlaufgraben instand gesetzt. Die Böschungsbefestigung aus Natursteinen ist über viele Jahre hinweg beschädigt und ausgespült worden und wird repariert. Diese Arbeiten erledigt die Firma Strabag aus Zwenkau. Der Grundablass selbst, der als Rohr durch den Damm führt, sei in Ordnung. Im Dezember soll der Abflussgraben fertig sein.

Wegebau

Die dritte Baumaßnahme betrifft den Weg auf dem Damm selbst, der laut Christian Sixtus ein Betriebsweg der LTV ist. Der wird auf einer Länge von rund 300 Metern instandgesetzt, ebenfalls von der Strabag. Grund sind Schäden an der Oberflächenbefestigung. Der Weg bekommt in dem Abschnitt zwischen dem Vereinsheim der Stauseepiraten und dem Betriebsgebäude der LTV an der Waldstraße eine neue Tragschicht und eine neue Asphaltdecke. Gleichzeitig lässt die LTV die Einsatzstelle für ihr Boot reparieren. Das und der Wegebau sollen im Dezember abgeschlossen werden.                     André Neumann LVZ v. 14.11.17

Veröffentlicht am 14.11.2017

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