A 72 - Espenhain hat vorerst zwei Anschlussstellen

Espenhain hat vorerst zwei Anschlussstellen : Autobahn-Auffahrt Espenhain/Kitzscher noch nicht in alle Richtungen nutzbar                                  

Die Anschlussstelle Rötha der Autobahn 72 heißt vorläufig Espenhain-Nord.

 

Foto: André Neumann

Rötha/Espenhain. Seit dem 16. Oktober kann die Autobahn 72 zwischen Rötha und Borna in beide Richtungen befahren werden. Der vorletzte Bauabschnitt gilt damit als fertig. Weil Rötha aber noch nicht der Endpunkt ist, und weil neben der Autobahn noch nicht alles fertig ist, gibt es noch Übergangsregelungen.

Eine führt zu ungeahnter Berühmtheit des Ortes Espenhain. Der besitzt momentan, was sonst nur größere Orte haben und worauf sogar Borna stolz ist: zwei Autobahnabfahrten. Nähert man sich von Süden dem vorläufigen Endpunkt der A 72, verkündet ein Schild: „Rötha 1000 m“. Die Ausfahrt Rötha sucht man dann aber vergebens: Kurz vor der Ausfahrt wird der Autofahrer stattdessen auf der üblichen blauen Tafel hingewiesen auf „Espenhain-Nord“. Das ist zwar schmeichelhaft für den Röthaer Ortsteil, sorgt aber selbst dort für Verwunderung. Wieso Espenhain-Nord?

Das Phänomen ist ganz einfach erklärt: „Mit dieser Ausfahrt ist Rötha zurzeit nicht zu erreichen. Die Aufschrift Rötha wäre deswegen irreführend“, sagt Isabel Pfeiffer, Sprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv). Nach Rötha geht es momentan noch geradeaus. Autofahrer aus Richtung Leipzig stoßen ebenfalls auf die Bezeichnung Espenhain-Nord, dort auf einem gelben Schild. Das muss sein, damit der Weg nach Espenhain überhaupt gefunden wird. Der führt nämlich auf der Bundesstraße 95 unter die Brücke der Anschlussstelle und dann auf der Ausfahrtsschleife nach oben. Das ist zwar schon die Autobahn, gilt verkehrsrechtlich derzeit aber noch als Bundesstraße.

Ewig wird es Espenhain-Nord allerdings nicht geben. Nur so lange, bis die A 72 bis an die A 38 heranreicht. Nach jetziger Planung des Lasuv wird das Ende 2026 der Fall sein, so Pfeiffer. „Mit der Gesamtfertigstellung der A72 wird die Anschlussstelle ,Rötha’ heißen.“ Nicht ganz so lange soll es dauern, bis die eigentliche Anschlussstelle für Espenhain und Kitzscher voll umfänglich genutzt werden kann. Zurzeit sind hier noch nicht alle Fahrbeziehungen ohne Umweg möglich, was daran liegt, dass auf der parallelen (Noch-)B 95 kein Linksabbiegen möglich ist. Wer von Espenhain nach Süden will und hier auf die Autobahn auffahren möchte, muss den Umweg über das Industriegebiet nehmen. Und wer hier abfährt und in Richtung Borna weiter will, um zum Beispiel auf kürzestem Weg nach Eula oder Haubitz zu kommen, muss ebenfalls diesen Umweg fahren. Das dürfte sich im Vergleich zu Espenhain-Nord deutlich schneller ändern. Isabell Pfeiffer spricht von Ende 2021. Bis dahin soll die jetzige B 95 im Zuge des Rückbaus eine Abbiegespur bekommen.

André Neumann  LVZ v. 06.11.2019

 

Veröffentlicht am 11.11.2019

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